„Shakespeare-Express“

Plakat daf 2020

„Shakespeare-Express“

Theaterszenen von internationalen DaF-Studierenden des Sprachenzentrum der Universität Hamburg

Wann: Mittwoch 22.1. um 19 Uhr
Wo: Café Knallhart, Von-Melle-Park 9, Erdgeschoss

Die DaF-Studierenden präsentieren Theaterszenen, die von Shakespeare stammen. Richtig, Shakespeare. Nicht gerade der berühmteste Dichter deutscher Sprache, wohl aber einer der berühmtesten Dichter, die jemals ins Deutsche übersetzt wurden – der didaktische Zweck heiligt hier die Mittel.
Es wird spannend, es gibt was zu Knabbern und Getränke, live Musik, der Eintritt ist selbstverständlich frei.

Lassen wir uns überraschen!

https://www.uni-hamburg.de/newsroom/veranstaltungen.html…

https://www.facebook.com/events/638168563587772/

 

RiS-Zeitung „Dezember 2019“

AREF

Stell dir vor…

…Du bist ein internationaler Studierender an der Universität Hamburg. Kaum hast Du mit dem Studium angefangen, stehst Du vor zahlreichen Überforderungen. Ein eigenes Zimmer hast Du noch nicht. Dabei hast Du Dich gleich nach der Zulassung für ein Zimmer bei dem Studierendenwerk beworben. Dir wurde gesagt, dass Du in der Bewerberliste stehst, da es gibt nicht genug Plätze für alle gibt. An die privaten Wohnheime hast Du auch Anfragen geschickt. Dennoch hast Du immer noch keine positive Rückmeldung erhalten. Für einige Immobilienunternehmen fehlt Dir eine Bürgschaft, für andere wirkst Du zahlungsunfähig. Inzwischen wohnst Du bei einem Bekannten im gleichen Zimmer oder im Wohnzimmer. Oder Du kennst noch niemanden und schläfst deshalb in einem billigen Hostel, wo Du keine Privatsphäre hast. Inzwischen läuft das Studium weiter; Du brauchst Konzentration; Du brauchst Platz für Deine Sachen; Du brauchst Deine eigenen Vier-Wände!

Diese Situation ist typisch für die vielen Probleme, die alle Studierenden betreffen, aber internationale Studierende noch mehr. Neben der allgemeinen Wohnungsproblematik kommen andere Elemente hinzu, die zusammen das Studieren erschweren: zum Beispiel Diskriminierung durch Vermieter oder die stressige Auseinandersetzung mit der Ausländerbehörde um die Aufenthalterlaubnis und den dafür geforderten finanziellen Nachweis der Lebenshaltungskosten. Für das WiSe 2019 wurde das BAföG auf 850 €/mtl. erhört. Dieses Gesetz kann man herzlich begrüßen. Nur, damit wird ebenfalls erwartet, dass internationale Studierenden, die gar keinen BAföG-Anspruch haben, den gleichen Betrag jeden Monat als sicheres Einkommen nachweisen – und zwar für 12 Monate, also über 10.000€ auf ein Mal! Diese politische Entscheidung ist für internationale Studierende mit einem Aufenthaltstitel nach § 16 AufenthG unzumutbar. Für uns ist vorgeschrieben, dass wir nicht mehr als 20 Std/W arbeiten dürfen. Gleichzeitig wird aufenthaltsrechtlich verlangt, dass wir 850€ Einkommen nachweisen. Sonst wird die Visumsverlängerung erschwert. Wie ist das zu schaffen?

In Hamburg ist der Mindestlohn auf 9,19€ festgesetzt. Angenommen eine Studierende nimmt eine Nebenbeschäftigung auf und ihr Arbeitgeber bietet ihr sogar einen höheren Stundenlohn. Sagen wir mal 9,50€. Bei einem monatlichen Arbeitsumfang von 80 Stunden bekommt die Studierende 760€ ohne Abzüge. Somit verhindert die Regelung von 20 Std/W, das vorgeschrieben Einkommen von 850€ nachzuweisen. Dieser Fall ist aber nur eine Vermutung. Denn meistens arbeiten Studierende auf 450€-Basis, auch deutsche. Das deutsche Bildungssystem bietet zwar Alternativen zum BAföG für die Studienfinanzierung (Bildungskredit oder den Studienkredit der KWF Bank). Leider sind internationale Studierenden auch von diesen Alternativen ausgeschlossen.

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Wahlen 2019/20: StuPa und AS

Wahl zum Studierendenparlament (StuPa)

und die Wahl zum Akademischen Senat (AS)

StuPa: Briefwahl bis zum 31.12.19
Urnenwahl  13.-17.1.2020

AS: Nur Briefwahl! Die ausgefüllten Wahlunterlagen müssen bis spätestens 20.1.2020, 14 Uhr beim Wahlamt eingegangen sein.

Wählen und aktiv werden: Für internationale Solidarität!

JETZT ist Wahl zum Studierendenparlament und die Wahl zum Akademischen Senat.

!!! An der Uni und vom Studienkolleg können alle wählen – unabhängig vom Pass!!!

Diese Wahlen finden in einer Lage statt, in der die ganze Welt im Umbruch ist – enorme soziale Bewegungen in zahlreichen, sehr verschiedenen Ländern (ob Chile, Groß Britannien, Südafrika oder Jordanien) und massive Repression, Krieg und Reaktion (z.B. im Iran, Syrien/Türkei oder Bolivien) verdeutlichen die tiefen Gegensätze: Überall erheben sich Menschen für Frieden, Würde und soziale Gerechtigkeit und überall wenden sich Faschisten und politische Rechte dagegen.

Diese politische Polarisierung entspricht der ungeheuren sozialen Ungleichheit – das ist auch in Europa so. Würdige Arbeits- und Lebensverhältnisse, für Gesundheit, Bildung, Wohnen und Kultur für alle sind möglich. Aber: sie müssen erkämpft werden! Dafür brauchen wir alle solidarische Assoziierung zur Aufklärung und sorgfältigen gemeinsamen Befreiung. Dann können wir auch gegen die Macht von Banken und Konzernen, gegen Menschenfeindlichkeit und manipulative Medien überzeugen und die Gesellschaft verändern.

Dafür sind an der Universität Gremien – also Versammlungen zur demokratischen Mitbestimmung – erkämpft. Das höchste Uni-Gremium ist der Akademische Senat (AS). Darin können Studierende, Hochschullehrer*innen und nicht-wissenschaftliches Personal gemeinsam über die Organisation und Inhalte von Studium, Lehre und Forschung bestimmen. Hier wird auch die Uni-Leitung gewählt. Im Akademischen Senat werden kollektive Positionen diskutiert, um mit vernünftigen Forderungen in die Öffentlichkeit zu gehen: zum Beispiel für eine bessere staatliche Finanzierung von Bildung und Wissenschaft oder für eine Ausweitung des BAföG für alle (auch internationale Studierende).
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Vergangenheit, Gegenwart und aktuelle Kriegssituation von Kurd*innen in Syrien

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In Kooperation mit Hamburg für Rojava

Montag, 9. Dezember, 18 Uhr

Vergangenheit, Gegenwart und aktuelle Kriegssituation von Kurd*innen in Syrien

Diskussion mit Dastan Jasim

Im Mittleren Osten um Syrien überschlagen sich die Ereignisse. Der demokratische und feministische Aufbruch in Rojava-Nordsyrien droht zwischen der rein macht- und interessensorientierten Politik regionaler und internationaler Staaten zerrieben zu werden. Neben der Gefahr, welche die Gesellschaft und das Projekt in Rojava ausgesetzt sind, sind die Folgen für europäische Länder dabei nicht nur eine Verstärkung von Flucht und der Gefahr islamistischen Terrors. Mit der Vertiefung des kriegs- und krisenhaften Chaos gewinnen despotische Regierungen und Staaten, geführt von „starken Männern“ wie Erdogan, Putin oder Assad, bei der Neuordnung des Mittleren Ostens zudem an Aufwind. Sie alle fürchten die emanzipatorische Ansteckungsgefahr des Demokratischen Konföderalismus: Er steht für politische wie wirtschaftliche Demokratie, soziale Gleichheit, kulturelle und religiöse Pluralität, ökologische Nachhaltigkeit und Frieden.

Was ist seit dem Syrien-Krieg passiert? Wohin bewegt sich Syrien? Welches Projekt und welche Ziele verfolgen die Kurd*innen? Diese und weitere Fragen wollen wir gemeinsam mit der Politikwissenschaftlerin Dastan Jasim bearbeiten und laden euch herzlich zur Diskussion ein. Dazu seid ihr alle herzlich eingeladen!

Ort: Raum S 27, Fachbereich Sozialökonomie Universität Hamburg,
Von-Melle-Park 9, 20146 Hamburg

FB-Veranstaltung

Experiment Rojava in Syrien (Film und Diskussion)

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In Kooperation mit Hamburg für Rojava

Donnerstag, 5. Dezember, 18 Uhr

Experiment Rojava in Syrien
Film von Robert Krieg

Seit 2011 finden in Nordsyrien (Rojava) tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen und Brüche statt. Die gesellschaftliche Verwaltung wird mittels Kommunen – als Kern der alltäglichen Selbstverwaltung – und Räten auf Stadt- und regionaler Ebene basisdemokratisch, sozial fortschrittlich und kulturell plural organisiert. Dabei spielen die Frauen und feministische Umbrüche eine zentrale Rolle, zum Beispiel durch Frauenorganisierung, den Aufbau einer Frauenökonomie und die Etablierung anti-patriarchaler Institutionen.

Robert Krieg, Soziologe und Dokumentarfilmer, war 2018 in Nordsyrien und hat verschiedene Akteure während ihrer gesellschaftspolitischen Tätigkeit in den Kommunen und  Frauenstrukturen filmisch beobachtet. Das Ergebnis seines Aufenthalts ist der Dokumentarfilm „Experiment Rojava in Syrien – eine Gesellschaft im Aufbruch“.

Vor der Hintergrund der aktuellen Bedrohungssituation bedingt durch den türkischen Angriffskrieg gegen Rojava, wollen wir zusammen mit Robert Krieg den Film zeigen, um anschließend den Filminhalt, die politischen und feministischen Errungenschaften sowie die aktuelle  Lage zu diskutieren.  Dazu seid ihr alle herzlich eingeladen!

Ort: Raum S 30, Fachbereich Sozialökonomie Universität Hamburg,
Von-Melle-Park 9, 20146 Hamburg

FB-Veranstaltung

Filmabend und Diskussion: Das Kolonialinstitut

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Am 10. Dezember 2019 um 19.00 Uhr zeigt das RiS – Referat für internationale Studierende den Dokumentarfilm „Das Kolonialinstitut“ (2019) und möchte zusammen mit dem Regisseur des Filmes, Daniel Kulle, über das Erbe des Kolonialismus in der Universität Hamburg und koloniale Wissenschaft diskutieren. Zur Veranstaltung lädt das Referat alle Student*innen sowie alle anderen Interessierten ein.

Obwohl die Universität Hamburg im Vergleich zu anderen deutschen Universitäten sehr jung ist (nur 100 Jahre alt), wird die Universitätgeschiche sehr stark mit dem deutschen Kolonialismus verbunden. Der Film „Das Kolonialinstitut“ erinnert uns an die Zeit vor der Universitätsgründung, als im Hauptgebäude noch das Hamburgerische Kolonialinstitut existierte.

Seit dem Tod unseres Kommilitonen William Tonou-Mbobda beschäftigt sich das RiS -Team verstärkt theoretisch und aktivistisch mit der strukturellen Diskriminierung auf dem Campus und möchte daran durch den Film noch mal aufmerksam machen, dass die koloniale Kontinuität, die symbolisch durch den Wissmandenkmal-Sturz oder den Diskurs der Restitutionsdebatten in der Universität bekämpft wird, bis heute noch eine große Herausforderung für uns alle bleibt.

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