Kundgebung für Präsenz und ein Solidarsemester. RiS-Redebeitrag

Fotos von der KUNDGEBUNG: für Präsenz und ein Solidarsemester an den Hamburger Hochschulen!

RiS-Redebeitrag für die Kundgebung am 23.09.2020 in Hamburg

Zur Situation der Studierenden aus Nicht-EU-Ländern

Zuerst zur Situation der einreisenden Studierenden aus nicht EU-Ländern. Sie sind in vielen Fällen im Nachteil gegenüber den Studenten*innen aus der EU und Deutschland. Ihre Situation ist aber ein bisschen wie eine Detektiv-Geschichte, weil die Informationen über die Lage der Nicht-EU-Studierenden oft nicht transparent ist, und man muss echt recherchieren. Um nicht einfach ohne Fakten zu sein, habe ich die deutschen Medien angeschaut, die über die Situation der internationalen Studierenden berichten.

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KUNDGEBUNG: für Präsenz und ein Solidarsemester an den Hamburger Hochschulen!

Am Mittwoch den 23. September 2020 um 16 Uhr auf dem Gänsemarkt!

FB-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/318590096041668/

Wir wollen an diesem Tag die Petition bekräftigen, ihre Forderungen öffentlich argumentieren und die bisher gesammelten Unterschriften an den Hamburger Senat und die Präsidien der Hamburger Hochschulen übergeben. Das Online-Semester und die gesteigerte soziale Prekarität schränken seit mehreren Monaten Wissenschaft und Bildung mündiger Persönlichkeiten zur menschlichen Gestaltung der Welt erheblich ein. In der Vereinzelung gehalten, ohne Hochschule als Ort der sozialen weltbezogenen Perspektivbildung, soll sich zufrieden gegeben werden mit leichter Milderung der Einschränkungen und individueller Nachsicht bei steigt der Selektions- und Konkurrenzdruck in den Massenprüfungen. Das schadet allen. Die Hochschulen werden mit ihrer Arbeit für eine zivile, soziale, demokratische, ökologisch und ökonomisch nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft jetzt erst recht gebraucht. Studium, Wissenschaft und Forschung können dafür, wie in den Schulen ohne formale Abstandsregeln, mit erhöhter Aufmerksamkeit Aller füreinander, in Präsenz stattfinden. Soziale Sicherheit ist dafür notwendig und kann geschaffen werden. Geld ist genug da. Es ist die Aufgabe der Hochschulen zu Friedensbildung, solidarischen internationalen Beziehungen, Demokratisierung, einem nachhaltigen Austausch mit der Umwelt und sozialer Gerechtigkeit beizutragen. Wissenschaftliche Erkenntnis braucht kritische persönliche Auseinandersetzung und Bezugnahme. Das gelingt am besten in Präsenz.

Daher fordern wir von Senat und Hochschulleitungen:

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Hannes Heer: Mythen der Völker

Filme und Gespräche mit Hannes Heer im Abaton-Kino

FB-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/325840018726626/

Mythen sind erst einmal Geschichten, mit denen die Menschheit früher die Grundfragen ihrer Existenz beantwortet hat. Mythen begründeten die Rituale eines Volkes und seine gesellschaftliche Ordnung. Sie waren wahr, weil sie schon immer galten, und heilig, weil sie zusammen mit den Ritualen das Leben eines Stammes oder eines Volkes sicherten. Heute haben Wissenschaft und Technik nahezu alle Spuren mythischen Denkens verdrängt. Nur noch bei wenigen, abgelegen lebenden Völkern sind Mythen auch heute noch ein sinnstiftender Bestandteil des Lebens.

Ende der 80er Jahre hat Historiker, Regisseur und Publizist Hannes Heer die Mythen in einer Filmreihe untersucht und dazu indigene Gemeinschaften in Arizona, in Mali, in Australien und auf Papua-Neuguinea besucht. In vier Matineen stellt er von September bis Dezember dieses Werk in Film und Gespräch vor.

Zur Reihe gibt es ein ausführliches Heft als PDF.

September
20.9. um 11.00 Uhr – Filme und Gespräch
„Es wurde gesagt, dass es so ist“ – Die Yatmul in Papua-Neuguinea
„Der Schmied kam vom Himmel“ – Die Dogon in Mali
Regie: Hannes Heer, DE 1988, 2×30 Min., dtF

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Gedenkveranstaltung anlässlich des Militärputsches in Chile 1973

Fb-Veransatltung: https://www.facebook.com/events/958492944651409/

Wann: Freitag, den 11. September 2020
Uhrzeit: 16.00 Uhr
Wo: Allende-Platz 1

Politisch-kulturelle Gedenkveranstaltung anlässlich des 47. Jahrestags des Militärputsches in Chile 1973Wir wollen nicht vergessen, was vor 47 Jahren geschah.
Am 11. September 1973 stürzte das Militär gewaltsam die demokratisch gewählte sozialistische Regierung Salvador Allendes in Chile. Die von Unternehmen, der BRD, den USA und anderen westlichen Staaten unterstützte Armee errichtete anschließend einen brutalen Repressionsstaat, dem hunderttausende Menschen durch Mord, Folter und Flucht zum Opfer fielen. Parallel wurde eine neue Wirtschaftspolitik gewaltsam durchgesetzt: Chile wurde zum weltweit ersten Experimentierfeld des Neoliberalismus, der bis heute vielen Gesellschaften mit brutalen Mitteln von Oben aufgezwungen wird.

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Aktion #StopMercosul in Hamburg

Am 30.08.2020 fand die Aktion #StopMercosul #StopBolsonaro in Hamburg statt, die die aktivistischen Gruppen Miradas Feministas und Desmascarando Bolsonaro mit Unterstützung der solidarischen Teilnehmer*innen organisiert haben. Das Ziel der Aktion ist der Aufruf an die deutsche Regierung, um EU-Mercosur-Abkommen zu stoppen.

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Aufruf der Gruppe Lampedusa in Hamburg

Bringt das Lampedusa-Zelt zurück!

Stoppt Rassismus und Diskriminierung!

Gleiche Rechte für alle!

Demonstration am Samstag, 5. September um 15:00 Uhr Kundgebung am Jungfernstieg, ab 16:00 Demo zum Steindamm

Wir, die Gruppe Lampedusa in Hamburg, kämpfen seit Frühjahr 2013 für unser Recht, in Hamburg zu bleiben. Seitdem haben wir viele Aktionen und Demonstrationen organisiert und wir haben von vielen von Euch viel Unterstützung für unsere Forderung nach einer Aufenthaltserlaubnis erhalten, die uns erlaubt, zu arbeiten, Zugang zu Gesundheits- und Sozialdiensten und zum Bildungssystem zu haben. Das Symbol unseres Kampfes wurde unser Informationszelt am Steindamm, das bereits im Frühjahr 2013 eröffnet wurde. Es wurde am 26. März 2020 nach einer gewaltsamen Polizeirazzia unter dem Vorwand der Vorbeugung gegen die Ausbreitung des Corona-Virus abgeräumt, obwohl wir alle notwendigen Maßnahmen ergriffen hatten, um die Menschen, die zumZelt kamen, zu schützen.
Nun rufen wir die Hamburger Bürgerinnen und Bürger erneut auf, uns dabei zu helfen, Druck auf die Hamburger Regierung auszuüben und unsere Forderungen zu unterstützen:

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Trauer um Chiaffredo

Chiaffredo Turina
19.08.1949 – 03.08.2020

Das Team des Referats für internationale Studierende im AStA der Universität Hamburg trauert um Chiaffredo Turina. Er war unser Kommilitone, Mitstreiter und Freund. Seine Lebensfreude und Nonkonformität werden uns immer in der Erinnerung begleiten. Wir sprechen unser Beileid an die Angehörigen und alle Freunde*innen aus.

Die Fotos von Tobias Berking 

Petition Für Präsenz und ein Solidarsemester an den Hamburger Hochschulen

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Unterschreiben Sie die Petition vom FSR Erziehungswissenschaft (UHH): Für Präsenz und ein Solidarsemester an den Hamburger Hochschulen!

https://www.openpetition.de/petition/online/fuer-praesenz-und-ein-solidarsemester-an-den-hamburger-hochschulen

Das Online-Semester und die gesteigerte soziale Prekarität schränken seit mehreren Monaten Wissenschaft und Bildung mündiger Persönlichkeiten zur menschlichen Gestaltung der Welt erheblich ein. In der Vereinzelung gehalten, ohne Hochschule als Ort der sozialen weltbezogenen Perspektivbildung, soll sich zufrieden gegeben werden mit leichter Milderung der Einschränkungen und individueller Nachsicht bei steigt der Selektions- und Konkurrenzdruck in den Massenprüfungen. Das schadet allen. Die Hochschulen werden mit ihrer Arbeit für eine zivile, soziale, demokratische, ökologisch und ökonomisch nachhaltige Entwicklung der Gesellschaft jetzt erst recht gebraucht. Studium, Wissenschaft und Forschung können dafür, wie in den Schulen ohne formale Abstandsregeln, mit erhöhter Aufmerksamkeit Aller füreinander, in Präsenz stattfinden. Soziale Sicherheit ist dafür notwendig und kann geschaffen werden. Geld ist genug da. Es ist die Aufgabe der Hochschulen zu Friedensbildung, solidarischen internationalen Beziehungen, Demokratisierung, einem nachhaltigen Austausch mit der Umwelt und sozialer Gerechtigkeit beizutragen. Wissenschaftliche Erkenntnis braucht kritische persönliche Auseinandersetzung und Bezugnahme. Das gelingt am besten in Präsenz. Daher fordern wir von Senat und Hochschulleitungen: 1) Soziale Grundlage sichern: 900€ monatlich als Vollzuschuss 2) Bildung braucht Präsenz 3) Mensen und Bibliotheken sind Grundlage für Wissenschaft: Sie müssen geöffnet werden 4) Restriktionen abschaffen: Fristen für ein Jahr verlängern, Freischussregelung für alle Prüfungen

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Alles unter Kontrolle liebe Gäste des Landes, keine Panik!

Dilan

Alexey Markin, 10.07.2020
Kundgebung: Solidarsemester und Unterstützung für Studis Jetzt!

Ich möchte betonen, dass für die internationale Studierende die Situation in der Corona Zeiten teilweise anders als für deutschen Kommiliton*innen aussieht, obwohl diese Unterschiede oft nicht sichtbar sind. Das Aufenthaltsrecht während des Studiums in Deutschland ist eine ziemlich komplizierte Sache.

Keine Sorge, alles ist geregelt!

Einerseits gibt es zurzeit für die studierenden Ausländer*innen einige kleine Zugeständnisse: für das Sommer-Semester wurde die Regelstudienzeit vom Aufenthaltsstatus entkoppelt. Das notwendige „Solidarsemester“ wird also nicht auf die maximal zehn Jahre Studium, die man als „Ausländer“ in Deutschland bekommt, angerechnet.

Wenige wissen das, aber so ist es: die meisten „internationalen Studierenden“ haben nach zehn Jahren am Ende ihres Studiums immense Probleme mit der Ausländerbehörde. Das heißt für die vielen Studenten und Studentinnen, dass der Kampf für jedes Semester oder Studienjahr zusätzlich sich immer lohnt, und jetzt macht die deutsche Regierung fast wie ein großzügiges Geschenk: Vielleicht werden aus einem sogar zwei Semester des „sorglosen Aufenthaltes“ in Deutschland. Denn: Das Wintersemester wird, nach bisheriger Information, auch digital.

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