Offener Brief

presenzlehere

Auch Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer setzen sich bundesweit für Präsenzlehre ein – also dafür, dass die Universitäten und Hochschulen für Studium und Lehre wieder zugänglich gemacht werden.

Offener Brief: „Zur Verteidigung der Präsenzlehre“ findet Ihr hier:

https://www.praesenzlehre.com/

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Beratung! Kleine Änderung.

Liebe Studierende,

wir haben unsere Beratungszeiten etwas geändert.

Eine telefonische Beratung findet ab jetzt nur am Freitag zwischen 11 und 13 Uhr und nach Vereinbarung (telefonisch) statt.  Alles andere  wurde nicht geändert.

Wir lesen weiterhin Eure Emails! Schreibt uns unter ris@asta.uni-hamburg.de

Bleibt gesund und politisch!

Eure RIS

Trotz alledem: Hinaus zum 1. Mai!

https://www.dgb.de/repository/public_storage/b8f95118-6790-11ea-bfce-52540088cada/teaserimage/scaled/972

Weltweit ist der 1. Mai ein Feiertag und Kampftag der Arbeiterbewegung. Er hat seinen Ursprung in den Kämpfen australischer Arbeiter für den 8-Stunden-Arbeitstag im Jahr 1856 und ist seit dem späten 19. Jahrhundert von Arbeitern auf der ganzen Welt als Tag zentraler politischer Manifestationen für gleiche Freiheit und globale Gerechtigkeit übernommen worden – oft blutig von den Herrschenden unterdrückt. Schon deshalb ist es unzumutbar, diesen wertvollen Tag heute angesichts staatlicher Restriktionen zu vernachlässigen. Der 8-Stunden-Tag, die 5-Tage-Woche, die Abschaffung der Kinderarbeit in Europa, die Mitbestimmung und viele weitere Errungenschaften gehen auf diese Kämpfe zurück.

In unserer Zeit geht es beim 1. Mai in Deutschland um weitere Arbeitszeitverkürzung, um angemessene Löhne und Senkung des Arbeitsdrucks, um die Beseitigung von grundlosen Befristungen der Arbeitsverträge, um sichere und würdige Arbeitsverhältnisse (jetzt besonders in Krankenhäusern und Einzelhandel), um gleichen Lohn für gleiche Arbeit, um ein solidarisches Grundeinkommen und um Demokratie in der Wirtschaft. Abrüstung, Frieden und internationale Solidarität sowie die Bekämpfung des Klimawandels erfordern eine radikale Strukturveränderung unserer Wirtschaft. Das alles spielt eine erhebliche Rolle in den Hoffnungen, Forderungen un dem Engagement der Menschen.

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Mit Rationalität und Humanität heraus aus der Krise

„Auf dem sensibelsten Terrain gibt es immer Menschen, die zu Recht der Meinung sind, dass der Mensch nur in Beziehung zu anderen existiert. Und das, was den Menschen ausmacht, ist seine Fähigkeit zur Solidarität, Gegenseitigkeit, Komplementarität“.

Jean Ziegler – Berater im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen

Die Gesundheitskrise fordert unsere qualifizierte Menschlichkeit heraus; sie ist kein Schicksal! Die Pandemie trifft auf eine verletzliche Weltgesellschaft infolge des global extrem ungerechten Profitsystems: Schon bevor das neue Corona-Virus bekannt wurde, gab es 820 Millionen hungernde Menschen in der Welt. 2,2 Milliarden Menschen waren ohne Trinkwasserversorgung, 4,2 Milliarden ohne gesicherte Gesundheitsfürsorge und 3 Milliarden ohne minimale Installationen zum Händewaschen. Diese Zustände waren und sind nicht hinnehmbar! Zumal es nicht an Reichtum mangelt, bedenkt man, dass jährlich über eine Billion US-Dollar weltweit allein für Militär- und Rüstung verschwendet werden, schädlich und gefährlich von denselben Regierungen, die vorgeben, um die Gesundheit der Menschheit bemüht zu sein. Bei aller jetzt notwendigen Sorgfalt zur Eindämmung der Pandemie ist deshalb kritische Rationalität gegenüber den teilweise sehr autoritären staatlichen Maßnahmen angebracht.

Die Hamburger Virologin Prof. Marylyn Addo vom Uniklinikum in Eppendorf sagt‚ „wenn man sich die Krankheitsbilder der meisten Infizierten anschaut, sollte es [das Virus] eigentlich nicht so viel Angst machen. (…) Selbst in einem Worst-Case-Szenario werden wir wahrscheinlich genug Betten in Hamburg haben, um alle Patienten zu versorgen“. (Frankfurter Allgemeine Zeitung: „Ruhe vor dem Sturm“, 11.04.‘20). Diese Aussage macht deutlich: Die extrem unterschiedliche Gefährlichkeit des neuen Corona-Virus hängt von der Qualität des Sozial- und Gesundheitssystems der verschiedenen Länder ab – und in Deutschland ist die Lage im Verhältnis zu anderen Ländern wegen hoher ökonomischer Produktivität (auf Kosten anderer) und entwickelter sozialer Kämpfe nicht so dramatisch , . Trotzdem müssen auch hier grundlegende soziale Veränderungen durchgesetzt werden.

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Studierendenverbände fordern Solidarsemester 2020

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Liebe internationale Studierende,

wir möchten sie darüber informieren und posten hier die Pressemitteilung von Bundesverband auslaendischer Studierender – BAS e.V.

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Im Bündnis Solidarsemester 2020 haben sich der freie zusammenschluss von student*innenschaften (fzs), die Landesstudierendenvertretungen von Sachsen, Brandenburg, NRW, der Bundesverband ausländischer Studierender, der Bundesausschuss der Studentinnen und Studenten der GEW (Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft), die Hochschulgewerkschaft unter_bau, das Aktionsbündnis gegen Bildungs- und Studiengebühren, die politischen Hochschulverbände Campusgrün, die Juso Hochschulgruppen und der SDS, die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland, die Zusammenkunft aller deutschsprachigen Physik-Fachschaften, der AStA der CAU zu Kiel, der AStA der Goethe-Universität Frankfurt, sowie die StuVe der Hochschule München versammelt, um die studentische Perspektive der aktuellen Situation an Hochschulen darzustellen und die studentischen Forderungen zu präzisieren. 

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Ankündigung! Beratung!

RiS 26.03.20

Liebe internationale Studierende!

Wegen der aktuellen Schließung der Universität müssen wir leider unsere
Sprechstunden vollständig ins Homeoffice verlagern.

Wir bitten Euch, dass Ihr uns per E-Mail unter ris@asta.uni-hamburg.de kontaktiert.

Wenn das nicht ausreicht, könnt Ihr uns auch auf andere Wege erreichen:

1.Eine telefonische Beratung von Mittwoch und Freitag zwischen 11 und 15 Uhr und nach Vereinbarung (telefonisch). Die Nummer lautet 040 450 204-36. Der Anruf wird auf ein Mobiltelefon umgeleitet.

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The Magnitsky Act – Behind the Scenes Vorführung des Films und Diskussion

+++Update: Wegen der Coronavirus-Pandemie müssen wir, leider, unsere Veranstaltung auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.

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Deutsch/Русский

The Magnitsky Act – Behind the Scenes
Vorführung des Films und Diskussion

Ort: „Syntagma“, Universität Hamburg , WiWi-Bunker, Von-Melle-Park 5, EG,
neben dem „Haspa-Cafe“, Durchgang Fröbelstraße

FB-Veransatltung

Am 14. April um 19.00 Uhr zeigt das RiS  den Dokumentarfilm „The Magnitsky Act – Behind the Scenes“ (deutsch: Akte Magnitski – Hinter den Kulissen).  Nach dem Film findet eine Publikumsdiskussion statt, in der auch die Filmemacher*innen Andrei Nekrasov und Vetta Kirillova sowie der Spiegel – Journalist Benjamin Bidder teilnehmen.

Hintergrund:
Im November 2009 ist in einem russischen Untersuchungsgefängnis „Matrosenruhe“ der Wirtschaftsprüfer Sergei Magnitsky zu Tode gekommen. Sein Tod hat für eine breite öffentliche Resonanz gesorgt, dass der US-Kongress im Jahr 2012 ein Magnitsky-Gesetz verabschiedet hat, das die persönliche Verantwortlichkeit an Menschenrechtsverletzungen von Amtsträgern sowohl in Russland als auch in der ganzen Welt (seit 2016) feststellt.

Im Jahr 2016 ist der Film des russischen Dokumentarfilmregisseuren Andrei Nekrasov „The Magnitsky Act – Behind the Scenes“ rausgekommen, in dem die Version des Todes von Magnitsky, die von dem britischen Investor und politischen Aktivisten William Browder vorgetragen und die die vom US-Kongress anerkannt wurde, in Frage gestellt wird.

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RiS-Zeitung „Dezember 2019“

AREF

Stell dir vor…

…Du bist ein internationaler Studierender an der Universität Hamburg. Kaum hast Du mit dem Studium angefangen, stehst Du vor zahlreichen Überforderungen. Ein eigenes Zimmer hast Du noch nicht. Dabei hast Du Dich gleich nach der Zulassung für ein Zimmer bei dem Studierendenwerk beworben. Dir wurde gesagt, dass Du in der Bewerberliste stehst, da es gibt nicht genug Plätze für alle gibt. An die privaten Wohnheime hast Du auch Anfragen geschickt. Dennoch hast Du immer noch keine positive Rückmeldung erhalten. Für einige Immobilienunternehmen fehlt Dir eine Bürgschaft, für andere wirkst Du zahlungsunfähig. Inzwischen wohnst Du bei einem Bekannten im gleichen Zimmer oder im Wohnzimmer. Oder Du kennst noch niemanden und schläfst deshalb in einem billigen Hostel, wo Du keine Privatsphäre hast. Inzwischen läuft das Studium weiter; Du brauchst Konzentration; Du brauchst Platz für Deine Sachen; Du brauchst Deine eigenen Vier-Wände!

Diese Situation ist typisch für die vielen Probleme, die alle Studierenden betreffen, aber internationale Studierende noch mehr. Neben der allgemeinen Wohnungsproblematik kommen andere Elemente hinzu, die zusammen das Studieren erschweren: zum Beispiel Diskriminierung durch Vermieter oder die stressige Auseinandersetzung mit der Ausländerbehörde um die Aufenthalterlaubnis und den dafür geforderten finanziellen Nachweis der Lebenshaltungskosten. Für das WiSe 2019 wurde das BAföG auf 850 €/mtl. erhört. Dieses Gesetz kann man herzlich begrüßen. Nur, damit wird ebenfalls erwartet, dass internationale Studierenden, die gar keinen BAföG-Anspruch haben, den gleichen Betrag jeden Monat als sicheres Einkommen nachweisen – und zwar für 12 Monate, also über 10.000€ auf ein Mal! Diese politische Entscheidung ist für internationale Studierende mit einem Aufenthaltstitel nach § 16 AufenthG unzumutbar. Für uns ist vorgeschrieben, dass wir nicht mehr als 20 Std/W arbeiten dürfen. Gleichzeitig wird aufenthaltsrechtlich verlangt, dass wir 850€ Einkommen nachweisen. Sonst wird die Visumsverlängerung erschwert. Wie ist das zu schaffen?

In Hamburg ist der Mindestlohn auf 9,19€ festgesetzt. Angenommen eine Studierende nimmt eine Nebenbeschäftigung auf und ihr Arbeitgeber bietet ihr sogar einen höheren Stundenlohn. Sagen wir mal 9,50€. Bei einem monatlichen Arbeitsumfang von 80 Stunden bekommt die Studierende 760€ ohne Abzüge. Somit verhindert die Regelung von 20 Std/W, das vorgeschrieben Einkommen von 850€ nachzuweisen. Dieser Fall ist aber nur eine Vermutung. Denn meistens arbeiten Studierende auf 450€-Basis, auch deutsche. Das deutsche Bildungssystem bietet zwar Alternativen zum BAföG für die Studienfinanzierung (Bildungskredit oder den Studienkredit der KWF Bank). Leider sind internationale Studierenden auch von diesen Alternativen ausgeschlossen.

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Wahlen 2019/20: StuPa und AS

Wahl zum Studierendenparlament (StuPa)

und die Wahl zum Akademischen Senat (AS)

StuPa: Briefwahl bis zum 31.12.19
Urnenwahl  13.-17.1.2020

AS: Nur Briefwahl! Die ausgefüllten Wahlunterlagen müssen bis spätestens 20.1.2020, 14 Uhr beim Wahlamt eingegangen sein.

Wählen und aktiv werden: Für internationale Solidarität!

JETZT ist Wahl zum Studierendenparlament und die Wahl zum Akademischen Senat.

!!! An der Uni und vom Studienkolleg können alle wählen – unabhängig vom Pass!!!

Diese Wahlen finden in einer Lage statt, in der die ganze Welt im Umbruch ist – enorme soziale Bewegungen in zahlreichen, sehr verschiedenen Ländern (ob Chile, Groß Britannien, Südafrika oder Jordanien) und massive Repression, Krieg und Reaktion (z.B. im Iran, Syrien/Türkei oder Bolivien) verdeutlichen die tiefen Gegensätze: Überall erheben sich Menschen für Frieden, Würde und soziale Gerechtigkeit und überall wenden sich Faschisten und politische Rechte dagegen.

Diese politische Polarisierung entspricht der ungeheuren sozialen Ungleichheit – das ist auch in Europa so. Würdige Arbeits- und Lebensverhältnisse, für Gesundheit, Bildung, Wohnen und Kultur für alle sind möglich. Aber: sie müssen erkämpft werden! Dafür brauchen wir alle solidarische Assoziierung zur Aufklärung und sorgfältigen gemeinsamen Befreiung. Dann können wir auch gegen die Macht von Banken und Konzernen, gegen Menschenfeindlichkeit und manipulative Medien überzeugen und die Gesellschaft verändern.

Dafür sind an der Universität Gremien – also Versammlungen zur demokratischen Mitbestimmung – erkämpft. Das höchste Uni-Gremium ist der Akademische Senat (AS). Darin können Studierende, Hochschullehrer*innen und nicht-wissenschaftliches Personal gemeinsam über die Organisation und Inhalte von Studium, Lehre und Forschung bestimmen. Hier wird auch die Uni-Leitung gewählt. Im Akademischen Senat werden kollektive Positionen diskutiert, um mit vernünftigen Forderungen in die Öffentlichkeit zu gehen: zum Beispiel für eine bessere staatliche Finanzierung von Bildung und Wissenschaft oder für eine Ausweitung des BAföG für alle (auch internationale Studierende).
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